London 2014

Die diesjährige Londonfahrt fand am letzten Märzwochenende kurz vor Beginn der Osterferien statt. 37 Schülerinnen und 4 Schüler der 9. und 10. Klassen sowie vier Begleitpersonen nahmen daran teil. Am Donnerstagabend, dem 27. März, startete unsere Reisegruppe, teilweise recht aufgeregt, gegen 20:00 Uhr auf dem Dalumer Busbahnhof.
Die beiden Busfahrer der Firma Kruse aus Papenburg transportierten uns sicher durch die Niederlande und Belgien bis nach Calais in Frankreich. Dort fuhren wir am frühen Morgen, gegen 4:30 Uhr, auf die Fähre, die uns in eineinhalb Stunden nach Dover brachte. Schon auf dem Schiff hatten wir unsere Uhren um 1 Stunde zurückgestellt.

Von Dover aus ging es weiter Richtung London, wo wir uns gegen 7 Uhr in dem im Südosten gelegenen Stadtteil Greenwich absetzen ließen. Unser erster Gang führte uns zur „Cutty Sark“, einem englischen Tee- und Wollklipper.

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Nick vor der „Cutty Sark“ und dem Eingang zum Fußgängertunnel

Sie wurde im Jahre 1869 fertig gestellt und war eines der schnellsten Segelschiffe ihrer Zeit.   Frau Fürstenberg war besonders glücklich, ein paar Fotos von diesem alten Segelschiff machen zu können, weil sie das Thema gerade im Englischunterricht der 5. Klasse behandelte. In der Nähe der „Cutty Sark“ befindet sich ein kreisrundes Gebäude mit dem Eingang zum 1902 eröffneten Greenwich-Fußgängertunnel, der zur Isle of Dogs auf der Nordseite des Flusses führt.

Im Fußgängertunnel

 

 

 

 

 

Durch diesen Tunnel unterquerten wir die Themse und fuhren mit der Docklands Light Railway (DLR), einer seit 1987 verkehrenden fahrerlosen Hoch- und Untergrundbahn, Richtung Tower Hill. Bedingt durch die morgendliche Rush hour war der Zug sehr voll, so dass wir dicht gedrängt stehen mussten. Deshalb und aufgrund des relativ dichten Nebels war die Sicht nach draußen nicht gut. So konnte man während der Bahnfahrt weniger sehen als wir gehofft hatten. An der Station Tower Hill verließen wir die Bahn und teilten uns in Gruppen auf, um die von den Schülerinnen und Schülern gewählten Sehenswürdigkeiten anzusteuern.
Frau Fürstenberg begleitete eine Schülerin zum Tower of London. Frau Woltermann, Frau Steenken und 20 SchülerInnen fuhren per U-Bahn zu Madame Tussauds, während Frau Glameyer-Fleischmann sich mit 20 SchülerInnen auf den Weg zum London Eye begab. Dabei konnte diese Gruppe schon das erste Mal die Westminster Bridge überqueren, von der aus man Big Ben und die Houses of Parliament aus nächster Nähe sieht.

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Im London Eye

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London Eye, Themse, Houses of Parliament mit Big Ben

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Weil es recht diesig war, konnte man die Sehenswürdigkeiten aus der Luft zwar relativ gut sehen, aber sie waren weniger schön zu fotografieren. Trotzdem genossen wir alle die knapp halbstündige Fahrt. Da vorher bekannt war, dass das von dieser Gruppe ausgewählte Besichtigungsprogramm am schnellsten beendet sein würde, war beschlossen worden, die Wachablösung (Changing of the Guard) vor dem Buckingham Palast zu beobachten. Sie findet abhängig von den Wetterbedingungen von April bis Ende Juli täglich um 11:30 Uhr sowie das restliche Jahr über, also auch im März, alle zwei Tage statt. So ging es zurück zum Big Ben, wobei alle nochmals einen Blick auf die Houses of Parliament und Westminster Abbey werfen konnten. Entlang der Straße „Birdcage Walk“ ging es danach zum Palast. Schon bei den Wellington Barracks (Kasernen) sahen wir die exerzierenden und musizierenden Wachsoldaten.

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Wellington Barracks: Letzte Kontrolle vor dem Abmarsch. Rote Feder an der Bärenfell-mütze: Coldstream Guard

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Wachsoldaten vor den Wellington Barracks

 

Da alle, natürlich auch viele Touristen, die Vorbereitungen für die Wachablösung beobachten und fotografieren wollten, bekam eine Schülerin das Signal zum Aufbruch nicht mit. Beim Buckingham Palast stellten wir ihr Fehlen plötzlich fest. Die Kommunikation per Handy/Smartphone klappte trotz wiederholter Versuche nicht, suchen konnte man sie in der riesigen Menschenmenge nicht. Aber bei allen bisherigen Londonfahrten ist noch nie ein/e SchülerIn für längere Zeit verschwunden. Die Schülerin hatte sich dann auch ihres Notfallzettels bedient, war damit zu einem der vielen Polizisten gegangen, der daraufhin Frau Glameyer-Fleischmann anrief, ihr seinen Standort mitteilte und sie bat, das Mädchen abzuholen.

 

 

 

 

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Auf dem Weg von den Wellington Barracks zum Buckingham Palast. Weiß-grün-weiße Feder an der Mütze: Welsh Guards

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Abmarsch der abgelösten Wachsoldaten vom Buckingham Palast. Blaue Feder an der Mütze: Irish Guards.

 

 

 

 

 

 

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Horse Guards und berittene Polizisten

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Inzwischen waren die beiden anderen Schülergruppen vor dem Palast eingetroffen. Die Wachablösung dauerte an diesem Vormittag länger als üblich (normalerweise etwa 40 Minuten), mehrfach marschierten Wachsoldaten, auch aus Richtung Whitehall in den Palastvorhof und vornehm gekleidete Personen, meist Paare (Damen natürlich mit Faszinator oder Hut), verließen von Zeit zu Zeit den Buckingham Palast. Auf Nachfrage bei einem der am Tor stehenden Polizisten erfuhren wir, dass an diesem Tag Bürger für besondere Verdienste von Queen Elizabeth II. persönlich geehrt wurden („Investiture at Buckingham Palace“).

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Von der Queen geehrte Bürger verlassen den Palast, diese Dame verstaut gerade ihre Urkunde.

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Die Dame mit dem roten Mantel trägt den Order of the British Empire. Die  Ausführung für Frauen hängt an einer Schleife.

 

 

 

 

 

 

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Buckingham Palast und Queen Victoria Memorial

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Nachdem wir ausreichend lange zugesehen hatten, ging es durch den St. James´s Park zu den Horse Guards bei Whitehall. Da es inzwischen nach 13 Uhr war, war das nächste Ziel die Oxford Street, wo es Freizeit für den Mittagsimbiss und ein bisschen Shopping gab. Dort angekommen, glaubte ein aufgeregter Schüler, dass sein Portmonee während der U-Bahnfahrt abhanden gekommen sei. Ein Gespräch mit den Sicherheitskräften vor Ort sowie ein Anruf bei der Stelle für „Lost Properties“ waren erfolglos. So wurde der Schüler zunächst zu Mc Donalds begleitet. Beim Verlassen des Restaurants, um sich wieder einer Gruppe anschließen zu können, stellte sich bei einem erneuten Blick in den Rucksack plötzlich heraus, dass die Geldbörse dort doch gut verwahrt lag.
Nach der Mittagspause sollte es zum Camden Market gehen. Dorthin mussten wir per U-Bahn mit Umsteigen fahren. Da wir es wegen der einsetzenden nachmittäglichen Rush hour nicht alle gleichzeitig schafften, in eine U-Bahn einzusteigen, erreichten wir die Station „Camden Town“ zu unterschiedlichen Zeiten. Als eigentlich alle da sein sollten, stellten wir fest, dass drei Schülerinnen fehlten und niemand genau wusste, ob sie beim Umsteigen noch dabei waren. Es ist doch immer wieder eine große Herausforderung, mit so vielen Schülern in der U-Bahn zu fahren.
Das mehrfache Ausrufen des Namens eines der Mädchen durch Sicherheitspersonal in der U-Bahnstation half nicht weiter. Telefonieren kann man mangels Empfang unter der Erde nicht. Der Trost des Sicherheitspersonals lautete deshalb:„Irgendwann werden die drei an einer Station an die Oberfläche kommen und Sie anrufen“. Und tatsächlich kam noch während des Gesprächs mit den sehr hilfsbereiten Sicherheitsleuten der Anruf. Die drei „Damen“ hatten unsere Gruppe bereits an der Station „Oxford Circus“ aus den Augen verloren und warteten dort. Damit sie nicht noch einmal verloren gehen konnten, wurden sie von Frau Glameyer-Fleischmann abgeholt. Anschließend hatten auch sie noch die Möglichkeit, einen Shoppingbummel in Camden Town zu machen.

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Tower Bridge

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Tower of London

Mit einer Gruppe von 15 Mädchen, die noch ein bisschen mehr von London sehen  wollten, ging es zum Abschluss der Tagestour zum Tower of London, um ihn und  die Tower Bridge bei toller nächtlicher Beleuchtung bewundern zu können. Diese Gruppe war einstimmig der Meinung, dass sich die zusätzliche Fahrt dorthin gelohnt habe.
Gegen 20:15 Uhr hatten sich alle wieder am mit den Busfahrern vereinbarten Treffpunkt „Cleopatra´s Needle“, am Ufer der Themse gelegen, eingefunden. Von dort ging es dann zurück in die Heimat. Etliche SchülerInnen schliefen bereits als wir den Großraum London verließen. Da man während der Fährüberfahrt den Bus verlassen muss, wurde der Schlaf in Dover unterbrochen, teilweise aber auf der Fähre fortgesetzt. Müde, aber zufrieden und mit vielen positiven Erinnerungen an eine ereignisreiche Fahrt kamen wir am nächsten Morgen in Dalum an.

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