Tagestour von Krötenschützern nach Bremerhaven

Am 24. Januar 2017 wurde der Klimaschutzpreis 2016 von Bürgermeister Helmut Höke und Innogy-Kommunalbetreuer Hermann-Josef Jansen im Rahmen einer kleinen Feierstunde an die Geschwister-Scholl-Schule (GSS) und den SV Groß Hesepe verliehen.

Die GSS Geeste wurde für die Krötenschutzaktion unter Leitung der Biologielehrerin Heinke Glameyer-Fleischmann ausgezeichnet. Seit dem Jahr 2000 engagieren sich Schülerinnen und Schüler, inzwischen auch Ehemalige sowie die Mütter von zwei ehemaligen Schülerinnen ehrenamtlich für den Schutz von Erdkröten und Fröschen während der alljährlichen Laichwanderung. Dafür erhielt die Geschwister-Scholl-Schule eine Urkunde und ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro.

Am 22. April nutzte eine Gruppe von zehn Krötenschützern das Preisgeld für einen Ausflug mit zwei PKW nach Bremerhaven. Aufgrund der begrenzten Mittel nahmen nur Personen daran teil, die in diesem und den vorangegangenen Jahren die Aktion unterstützten. Im Rahmen einer zweistündigen, sehr informativen Busrundfahrt „Tour de Fisch“ mit Schwerpunkt „Schaufenster Fischereihafen“ sahen wir bedeutende Unternehmen der Fischverarbeitungsindustrie, die ehemaligen Anlegestellen der Fischdampfer, Auktionshallen, Tiefkühllager, Beladungsstationen für Hochseedampfer mit Eis usw.

Bei einem rund halbstündigen Besuch der FMS „Gera“, des letzten noch erhaltenen deutschen Seitentrawlers, wurde das harte Leben an Bord eines Fischfängers vermittelt.
Ein weiteres Ziel war das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost. Unsere „Reise um die Welt entlang des 8. Längengrades Ost“ ging von Bremerhaven mit seinem Seeklima zunächst auf eine Alm in den Schweizer Bergen mit Hochgebirgsklima. Von dort reisten wir in die subtropische Zone, zur Insel Sardinien, wo wir Ziegen- und Schafhirten bei ihrer Arbeit begleiten konnten. Weiter ging es in den afrikanischen Wüstenstaat Niger. Hier bekommt man viele Informationen über das Leben des Mädchens Mariam und den Alltag der Tuareg, geprägt von Hitze, Trockenheit, Wasserknappheit und Traditionen. Besonders gefallen hat uns die Station, in der man – gut gepolstert auf dem Rücken im Sand liegend – Bilder von Mariams Familie bei der Arbeit über sich vorbeiziehen sieht. In Niger sind 74% der Männer und 90% der Frauen Analphabeten. Aus der trockenen Hitze der Sahelzone ging es nach Kamerun, in die feuchtheißen Tropen Afrikas. Eine weitere Station auf der „Reise“ durch die Klimazonen der Erde war das von Kälte, Eis, Schnee und Wind geprägte Königin-Maud-Land in der Antaktis. Das vielfältige Leben der vielen bunten Fische, Korallen und weiteren Meeresbewohner an einem südpazifischen Saumriff zeigt Samoa, das aufgrund seiner geringen Höhe über dem Meeresspiegel besonders vom Klimawandel bedroht ist. Samoa und Alaska bilden Ausnahmen, da sie auf 171° West liegen. Letzte Station war die durch den Lauf der Gezeiten und wechselhafte Witterung der gemäßigten Klimazone gekennzeichnete Hallig Langeness an der Westküste Schleswig-Holsteins.

Die „Reise“ führt durch Kulissen, die nach Originalschauplätzen gestaltet sind. Das Ziel des Klimahauses ist es, den Besuchern die Ausmaße des Klimawandels auf die bestmögliche Weise zu vermitteln.

Nach gut zwei Stunden trafen wir uns und waren uns einig, dass wir weitere Zeit für den Besuch der Ausstellung „Wetter und Klima“ und den neuen interaktiven Ausstellungsbereich „World Future Lab“ brauchten. Mit vielen neuen Eindrücken begaben wir uns am späten Nachmittag auf die Rückfahrt.

 

 

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