Zehntklässlern besuchen London

Eine Tour mit einem aufregenden Start

Erstmalig fand in diesem Jahr eine Londonfahrt nur für Zehntklässler und mit einer Übernachtung statt. Nachdem sie am Wochenanfang die mündlichen Prüfungen absolviert hatten, konnten 19 Schüler und 16 Schülerinnen, begleitet von drei Lehrkräften, am 31. Mai unbeschwert zu einer Abschlussfahrt nach London starten. Der Start am Mittwochabend war etwas verzögert, weil der Bus eine halbe Stunde auf sich warten ließ, dann ging es von Dalum aus Richtung A31, über Oberhausen zur A40 nach Venlo, durch die Niederlande und Belgien Richtung Calais/Frankreich.

Etwa 5 Kilometer vor Calais kam der Bus plötzlich zum Stehen, es gab einen Stau. Natürlich wussten wir zunächst nicht, weshalb. Es dauerte eine ganze Weile, bis wir die Ursache erfuhren, als nämlich Menschen – junge afrikanisch aussehende Männer, ganz offensichtlich Flüchtlinge – auf der Fahrbahn auf die vor uns haltenden LKW und unseren Bus zuliefen. Sie kletterten auf die LKW, versuchten die Gepäckklappen unseres Busses zu öffnen. Einige SchülerInnen hatten bereits Sorge um ihr Gepäck, doch der Busfahrer beruhigte uns, die Klappen seien verschlossen. Der hinter uns haltende LKW-Fahrer telefonierte, vermutlich rief er die Polizei. Zunächst wurden es immer mehr Männer, dann setzten sich die Fahrzeuge in Bewegung. Wir sahen, wie die Flüchtlinge die Fahrzeuge zum Halten gebracht hatten, nämlich mit auf die rechte Fahrbahn geworfenen Ästen, unter denen sie ein Feuer entzündet hatten. Wie verzweifelt müssen Menschen sein, dass sie glauben, trotz der strengen Kontrollen auf diese Weise nach Großbritannien gelangen zu können.

Nachdem wir die Stelle passiert hatten, ging es zügig weiter zum Hafen von Calais, wo alle aussteigen mussten, die Ausweise gescannt und der Bus mit Hund kontrolliert wurde.

Schnell konnten wir auf die Fähre fahren und bei absolut ruhiger See den Kanal überqueren. Bei strahlendem Sonnenschein empfingen uns die berühmten weißen Klippen von Dover. Gegen 8:45 BST (British Summer Time) kamen wir beim Rest Up Hostel an, wo wir unser Gepäck in einem Container abstellen konnten, da die Zimmer noch nicht frei waren.

Sogleich ging es zur nächsten U-Bahn-Station, um Richtung Westminster Bridge zu fahren, von wo aus wir entlang der Straße Whitehall zum Gebäude „Horse Guards“ gingen, dann durch den St. James´s Park zum Buckingham Palast, wo am 1. Juni leider keine Wachablösung stattfand. Einige der Schüler, die am folgenden Tag nicht an der Besichtigung der Tower Bridge („Tower Bridge Experience“) teilnahmen, sahen sich die Parade am 2. Juni an. Nach einem Gruppenfoto vor dem Queen Victoria Memorial machten wir uns auf den Rückweg durch den St. James´s Park, um der Wachablösung „Changing The Queen´s Lifeguard“ mit den berittenen Wächtern beizuwohnen.

Nach dem Ende dieser Zeremonie ging es per U-Bahn zum Oxford Circus, wo alle zum Essen ein Restaurant aufsuchen und ihre Freizeit für Einkäufe etc. nutzen konnten. Mit den Schülerinnen und Schülern, die sich für den Besuch von Madame Tussaud´s entschieden hatten, vereinbarte Frau Glameyer-Fleischmann 14 Uhr als Zeitpunkt, um gemeinsam dorthin zu fahren. Der Besuch des Wachsfigurenkabinetts einschließlich der Star Wars-Ausstellung nahm etwa 1,5 Stunden in Anspruch. Anschließend trafen sich alle bei der Westminster Bridge, um zum London Eye zu gehen, wo für 18 Uhr eine Fahrt gebucht war. Trotz Vorbuchung dauerte es eine halbe Stunde, bis die Gruppe, nachdem alle Personen und Rucksäcke einem Sicherheitscheck unterzogen worden waren, die Glaskabine besteigen konnten. Bei schönem Wetter konnte man den herrlichen Ausblick über London genießen.

Damit war das Tagesprogramm beendet, nun ging es zum Hostel. Dort gab es die nächste Überraschung. Für die Schüler waren laut Voucher 8 Vierbettzimmer und 1 Dreibettzimmer gebucht, entsprechend waren sie in Gruppen eingeteilt worden. Nun teilte man Frau Glameyer-Fleischmann und Frau Woltermann mit, dass es keine Vierbettzimmer mehr gäbe, stattdessen bekamen die Schüler trotz Protestes ein Sechsbett-, ein Zehnbett- und des Weiteren Achtbettzimmer. Nach der für viele schlafarmen vorangegangenen Nacht und dem anstrengenden Tag schliefen die meisten trotzdem gut.

Für den nächsten Tag (2. Juni) hatte der größte Teil der SchülerInnen sich für die Besichtigung der Tower Bridge entschieden. Einige fuhren, wie bereits erwähnt, zum Buckingham Palast, andere setzten sich mit ihrem Tagesticket in einen der roten Doppeldeckerbusse, um die Stadt von dort aus kennenzulernen.

Bei der Besichtigung der Tower Bridge hatten alle Glück, denn für 11:30 Uhr war ihre Öffnung zwecks Passage eines Segelschiffes angekündigt, die man durch den gläsernen Teil des Fußbodens beobachten kann. Nach einem Lunchstopp beim Tower, wo wir die Salutschüsse aus drei Kanonen anlässlich der Feier des Krönungstages von Queen Elizabeth II. (2. Juni 1953) miterlebten, fuhren wir per U-Bahn zum Piccadilly Circus, wo sich alle SchülerInnen trafen, um von dort nach Camden Town zu gelangen. Auf den verschiedenen Märkten (Camden Market, Stable Market etc) kann man Interessantes, Schrilles, Merkwürdiges etc sehen oder auch kaufen, günstig ist allerdings kaum etwas. Zum Abschluss des Tages mussten wir zurück zum Hostel, wo wir unser Gepäck im Container zurückgelassen hatten und gegen 19:15 Uhr vom Bus abgeholt wurden. Nach zügiger Fahrt Richtung Dover bekamen wir wegen der vielen LKW und Reisebusse nicht gleich die erste Fähre. Die Überfahrt fand wiederum bei sehr ruhiger See statt und am Samstagmorgen gegen 8:30 Uhr waren wir alle heil und gesund wieder zu Hause.

 

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