Spannende Begegnung mit dem Wald

Niedersächsische Schülerinnen und Schüler sollen unter anderem ökologische Zusammenhänge erfassen können und Verantwortung für den Erhalt der Umwelt übernehmen. Das lernen sie im Rahmen der Behandlung des im Biologie-Arbeitsplans für die 7. Klasse vorgesehenen Themas „Lebensraum Wald“. Nachfragen bei unseren Schülern ergaben, dass es etliche gibt, die noch nie in einem Wald waren. Umso wichtiger ist es, mit den Klassen im Rahmen einer Waldlernrallye einen Vormittag im Wald zu verbringen und diesen mit allen „Sinnen, Hand und Verstand“ kennenzulernen.

Bei strahlendem Sonnenschein und einer leichten Brise begaben sich am vorletzten Donnerstag im Mai gut 60 Siebtklässler in das Waldgebiet Großer Sand. Dort mussten sie, in Gruppen eingeteilt und begleitet von Lehrkräften, Laubbaumarten wie Stiel- und Roteiche, Weißbirke, Eberesche und Traubenkirsche bestimmen. Es galt, die Unterschiede zwischen der Wald- und Weymouthkiefer sowie Lärchen herauszufinden und die Fichte anhand ihrer hängenden Zapfen zu bestimmen.
Die SchülerInnen konnten vor Ort die Stockwerke des Mischwaldes erkennen und benennen, ihnen Pflanzen zuordnen und Vorteile dieser Waldart aufzählen. Dass Moos Wasser speichert, wurde ihnen klar, als sie am Rand des Moores Torfmoos in die Hand nehmen durften. Insgesamt wurden von der Biologielehrerin Heinke Glameyer-Fleischmann 15 Stationen vorbereitet. Für Muskelarbeit und Spaß war ebenfalls gesorgt: Zu zweit durften die Schüler einen Ast durchsägen, dabei wurde die Zeit gemessen, um die schnellsten „Waldarbeiter“ zu ermitteln. SchülerInnen, die Gummistiefel dabei hatten, durften am Moorrand erfahren, wie schwierig es ist, zwischen den Bulten und Schlenken (wassergefüllten Vertiefungen) zu laufen und wie leicht man in den weichen, wassergesättigten Boden einsinken kann. An einem Ameisenhaufen konnten sie das emsige Treiben dieser Insekten beobachten und anhand von Stopfpräparaten bestimmten sie einige Tiere des Waldes. Den Abschluss bildete ein Zapfenzielwerfen, bei dem möglichst viele Zapfen pro Gruppe durch ein Tor geworfen werden mussten. Bei guter Stimmung und mit neuen Erkenntnissen wurde dieser Vormittag im Wald beendet.