Krötenaktion mit Hindernissen

Alles andere als gewöhnlich, war unsere diesjährige Köten-Aktion.

Schon nach den ersten sonnigen und warmen Tagen im Januar wurde erster Froschlaich in Tümpeln gefunden und die Krötenschützer standen in den Startlöchern. Nach dem Zaun-Aufbau am 29.02. lief die Sammelaktion gut an, um Mitte März an einzelnen Tagen Spitzenwerte von über 500 Tieren zu erreichen.

Doch die Totalsperrung am Ortseingang Dalum setzte uns allen zu, denn sie verlangte von den Sammlern noch früher aufzustehen als ohnehin schon erforderlich war. Statt, wie im letzten Jahr, eine Stunde vor Schulbeginn trafen wir uns nun schon eine weitere Viertelstunde früher.

Fünf neue Schüler und eine Kollegin waren gerade eingearbeitet, dann kam Corona und die strengen Verordnungen sprengten die neu zusammengestellten Teams. Jetzt waren Verantwortungsgefühl und Ausdauer Einzelner gefragt.
Da die Sammelaktion sich über die Osterferien hinzog, kamen die Helfer nun ausschließlich im Dienste der Kröten zusammen.
429 Männchen, 245 Weibchen, 520 Paare, 119 Frösche und zwei Molche wurden dieses Mal gesammelt. Das ist deutlich weniger als in den Vorjahren und hängt möglicherweise mit der Dürre im letzten Sommer zusammen.

Zum Zaun-Abbau fanden sich insgesamt neun Helfer ein: Zwei Schüler der Klasse 5, Mitglieder des NABU, der Klimaschutzgruppe Meppen, sowie drei Anwohner und die ehemalige Kollegin Heinke Glameyer-Fleischmann, die diese Aktion vor mehr als zwanzig Jahren ins Leben gerufen hat. Mit großer Vorsicht und unter Einhaltung des vorgeschriebenen Abstandes wurden der Zaun und die Sammelbehälter abgebaut, gesäubert und eingelagert. Nebenbei wurde der Bereich an der Osterbrockerstraße von Müll gereinigt. Die anschließende Inspektion der Ausgleichgewässer ergab, dass sich inzwischen reichlich Kaulquappen ausgebildet haben, so dass sich die dortige Ansiedelung der Kröten als erfolgreich erweist.

Wenn man die Arbeitszeiten, die Organisation und Absprachen, die jeder Helfer investiert hat, zusammenrechnet, ergibt sich eine gemeinschaftliche Arbeitsleistung von über 180 Stunden.

Allen Helfern dafür herzlichen Dank!